Presse - rollende Galerie Moorexpress

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Wümme Zeitung - 13. September 2011

 

Auszug aus Artikel  vom 13.09.2011  WESER KURIER / Wümme Zeitung

 

Bilder und Maler im Moorexpress

Stiftung unterstützt rollende Galerie

Von Johannes Kessels

 

Worpswede. Zum letzten Mal vor seiner Abschaffung unterzog sich der Worpsweder Ortsrat einer Pflicht, die zeit seines Bestehens zu den angenehmsten gehört hatte: Es galt, die Mittel aus der Albert-Reiners-Stiftung zu verteilen. Dabei wurden alle Anträge bewilligt. In Zukunft wird ein anderes Gremium für die Verteilung zuständig sein.

 

............  Länger diskutiert wurde über einen Antrag der Malerin Sabine Böhme aus Worpswede, die zum Vogeler-Jahr 2012 den Moorexpress als rollende Galerie fahren lassen möchte. Dafür könnte man 1500 bis 2000 Euro geben, fand Reinhard Behrens (CDU), während Harry Kück (UWG) für 2000 Euro plädierte, aber nur für den Fall, dass die Ge-samtfinanzierung gesichert sei. Andreas Uphoff (SPD) dagegen wollte eine Entscheidung zunächst dem neuen Gremium überlassen.

Das änderte sich, nachdem Sabine Böhme ihre Idee vorgestellt hatte. Zusammen mit der Gemeindeverwaltung, der EVB, der Kulturbeauftragten der Gemeinde und der Worpsweder Tourismus- und Kulturmarketing GmbH (WTG) möchte sie an zwei Freitagen im Juni 2012 einen Moorexpress-Zug mit drei Waggons fahren lassen, in dem Bilder von Worpsweder Künstlern gezeigt werden. Auch die Maler werden an Bord sein, andere Fahrgäste jedoch nicht.

Nach der Eröffnung und Ausstellungsbesichtigung auf dem Worpsweder Bahnhof fährt der Zug nach Osterholz-Scharmbeck, wo er am Kleinbahnhof am Raiffeisenmarkt hält. Von dort geht es weiter nach Deinste im Landkreis Stade und über Bremervörde zurück nach Worpswede. In jedem Ort hält der Moorexpress eine Stunde, sodass die Bilder besichtigt werden und mit den Künstlern gesprochen werden kann. Sabine Böhme rechnet mit Kosten von 6950 Euro.

Ortsbürgermeister Willi Seidel plädierte dafür, 1500 Euro zu zahlen. Das wurde dann von acht Ortsratsmitgliedern bei Enthaltung von UWG und Hagen Hubert (parteilos) beschlossen, die lieber 2000 Euro ausgezahlt hätten.

 

Die Albert-Reiners-Stiftung, von deren Erträgen die Gemeinde Worpswede jedes Jahr am 20. April, dem Geburtstag des früheren Bürgermeisters Albert Reiners, 20 Prozent erhält, hat in ihrer Satzung verankert, dass dieses Geld nur an Vereine und Institutionen in der Ortschaft Worpswede verteilt werden darf. ........

 

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