Aktuelles über Anton
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Sendung am 19. und 22. Januar 2012
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2. September 2011
Anton geht es wieder gut
Durch einen Unfall im Juli war Antons untere Schnabelhälfte zum Teil abgebrochen (siehe Bericht)
Wenige Tage danach sind wir mit ihm zur Tierärztin gefahren. Dort wurde Anton die obere Schnabelhälfte etwas gekürzt, damit diese den unteren Teil nicht mehr allzu so sehr überragte.
Dennoch war es für Anton eine Weile schwer, Futter mit dem Schnabel aufzunehmen und zu zerkleinern.
Heute müssen wir uns keine Sorgen mehr machen. Die untere Schnabelhälfte ist bereits ein wenig nachgewachsen. Dieser schlaue Vogel hat mittlerweile gelernt, die nur noch geringen Schwierigkeiten mit kleinen Tricks zu überwinden.
So legt er z. B. das Stück Käse zum Fressen auf einen weichen Untergrund oder er packt es mit dem Schnabel, indem er den Kopf etwas seitlich auf die Erde legt.
Sein guter Appetit ist ungebrochen und Anton ist frech wie „eh und je“.
Im übrigen ist Anton immer noch in der Mauser und sieht etwas „gerupft“ aus. Aber bald wird er wieder sein schönes glänzendes Gefieder haben.
Er schläft allerdings recht viel. Kein Wunder bei dem schlechten Wetter der letzten Wochen.
Schließlich ist Anton ja auch mit seinen 14 Jahren bereits ein „älterer Herr“.
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28. Juli 2011 - Anton ist verletzt
Es ist wieder passiert. Antons Schnabel ist zum Teil abgebrochen.
Vor 9 Jahren waren Michael und ich starr vor Schreck, als Anton mit seinem Schnabel in einen rotierenden Bohrer geriet.
Damals war es die Schnabelspitze.
Gestern ist Anton aus dem Garten in mein Atelier geflogen und hat sich auf die Türkante gesetzt. Dicke Bluttropfen fallen auf den Boden. Zunächst habe ich nicht feststellen können, wo er verletzt ist. Erst als Anton sich auf meine Schulter setzt, sehe ich, dass ein Drittel des Unterschnabels abgebrochen ist.
Ich trage ihn in sein Gewächshaus und während ich die Tierärztin anrufe, kümmert Michael sich um Anton. Wir müssen unbedingt die Blutung stoppen. Mit einigen Tipps der Ärztin ausgerüstet, versuchen wir unser Bestes. Aber es klappt nicht. Wir sind furchtbar aufgeregt. Es ist schlimm, wenn man nicht helfen kann.
Da er so nicht selbständig fressen kann, halten wir ihm mit der Pinzette einen Mehlwurm (seine Lieblingsspeise) hin. Und siehe da, Antons Appetit ist ungebrochen. Schnell folgen weitere Mehlwürmer.
Die Blutung ist jetzt fast zum Stillstand gekommen und wir beruhigen uns langsam.
Anton hat sich mittlerweile in sein Haus verzogen. Den Schnabel in sein Gefieder versteckt, versucht er, zu schlafen.
Wir machen uns Gedanken, wie er sich in Zukunft ernähren soll. Die obere Schnabelhälfte ragt ein großes Stück über dem verbliebenen Teil des Unterschnabels. Er kann die Nahrung also nicht wie bisher mit dem Schnabel packen und zerhacken.
Heute morgen erhält Anton zunächst einmal ein Stück von meinem Frühstücksei. Und unser schlauer Anton neigt den Kopf fast bis auf den Fußboden und packt seitlich mit seinem Schnabelrest zu. Einige weiche Nahrungsstücke kann er auf diese Art aufnehmen, wie z. B. Schafskäse. Anderes brechen wir in kleine Stückchen. Diese nimmt Anton dann aus unserer Hand entgegen.
Tagsüber spaziert Anton bereits wieder durch unseren Garten und versucht, Ameiseneier und kleine Käfer aufzunehmen. Das klappt nur hin und wieder, aber immerhin. Es liegt in der Natur der Vögel, keine Schwäche zu zeigen. Das ist eine Art Selbstschutz. Aber wir sehen, dass es ihm nicht gut geht.
Jetzt ist Anton in seinem Haus, ruht sich aus und hält zwischendurch ein „Schläfchen“ mit dem Schnabel unter dem Gefieder. Ich werde ihm noch ein Leckerli in Form eines Käsestückchen bringen.
Wir hoffen sehr, dass der Schnabel wieder nachwächst, wie das vor 9 Jahren der Fall war. Das hat einige Wochen gedauert.
Wenn es dieses Mal nicht klappt, werden wir mit Antons Hilfe und seiner Intelligenz mit Sicherheit eine gute Lösung finden.
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Juli 2011
Anton in der Mauser
Heute haben wir Dauerregen und eine Außentemperatur von 17°.
Bei diesem schlechten Wetter will Anton nicht fliegen und schon gar nicht draußen herumlaufen. Er findet es im Wintergarten interessanter und gemütlicher.
Nachdem Anton sich beim Frühstück ein paar leckere Brötchenkrümel und Eistückchen ergattert und Michael anschließend beim Zeitungslesen geärgert hat, macht er es sich auf einer Stuhllehne bequem. Anton schläft eine Weile, später durchkämmt er mit dem Schnabel sehr sorgfältig sein Gefieder.
Seit Juni ist Anton in der Mauser und die Gefiederpflege hat erste Priorität. Er hat schon mächtig ,Federn gelassen'. Angefangen bei den kleinen flauschigen Daunen, die langsam zu Boden segeln, bis hin zu den großen Schwungfedern aus den Flügeln und dem Schwanz. Wenn ich früher eine der schönen großen Federn in seinem Beisein aufheben wollte, dann gab Anton diese nie kampflos her. Heute sieht er mir dabei gelangweilt zu und putzt sich weiter. Mit seinen 14 Jahren ist er jetzt schon etwas gelassener.
Anton nutzt jetzt jede Gelegenheit, um sich kraulen zu lassen. Als Aufforderung tippt er mich oder Michael zunächst kurz und dann immer drängender mit dem Schnabel an. Krault man daraufhin seinen Nacken, schließt Anton genüsslich die Augen.
Ja, ja..... Vogel müßte man sein!
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April / Mai 2011
Baumaterial
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Anton baut sein Nest
Wie in jedem Jahr ist auch bei Anton „Nestbau“ angesagt, obwohl der
kleine Kerl das ganz allein bewerkstelligen muss.
Unermüdlich ist er damit beschäftigt, in seinem überdimensionalen Vogelkasten im Gewächshaus ein Nest zu bauen. Ich versuche, ihn dabei etwas zu unterstützen, indem ich ihm kleine Stöckchen und trockenes Moos reiche. Aber Anton hat seine ganz eigenen Vorstellungen vom Nestbau und nimmt mein „Baumaterial“ nur selten an.
Aus der Kastenöffnung ragen Zweige in alle Richtungen. Bindfäden, die Michael zum Anbinden der Tomatenpflanzen benötigt, hängen wie Spagetti aus dem Einflugloch. Zum Auspolstern dienen Anton Holzspäne, Wollfäden, Einlegesohlen aus Michaels Gartenschuhen, Taschentücher, die er uns aus der Hosentasche mopst.
Das Zerren an den Computerkabeln hat er zum Glück mittlerweile aufgegeben, dafür hat er im Wintergarten die Lampenkabel entdeckt. Auch unsere Langflorteppiche sind nicht mehr vor Anton sicher.
Um meine Teppiche zu schützen, habe ich im Wintergarten einen Rest
Jutegewebe deponiert und einen Stuhl darauf gestellt, damit Anton nicht gleich mit dem ganzen Stück verschwindet. Das klappt wunderbar.
Anton strengt sich mächtig an, zupft und zerrt, stemmt seine kleinen Beinchen auf den Boden, um dann letztendlich mit ein paar Fäden los zu fliegen.
Immer wenn ich mich dem Gewächshaus nähere, verschwindet Anton in seinem Holzhäuschen, fiept und gurrt verliebt, um mich in sein Nest zu locken.
Der arme Kerl wird wohl nie begreifen, warum das nicht klappt.















